Tag des offenen Denkmals
2020 digital

Der Tag des offenen Denkmals führt jährlich Millionen Besucher in die Denkmale. Die Idee, für ein solches Großevent mit tausenden Veranstaltern digitale Formate zu entwickeln, die Protagonisten zu ertüchtigen, ihre Denkmale auf einer zentralen Plattform zugänglich zu machen und Besucher dort hin zu führen erwies sich am 13. September als Erfolg.

Dicht gedrängte Besuchergruppen in ansonsten nicht zugänglichen Räumen, interessierte Zuhörer an Restaurierungsobjekten, lange Schlangen vor Denkmalen – diese Bilder wollte sich 2020 niemand vorstellen – eine Absage konnte sich niemand vorstellen. Die DSD als bundesweite Koordinatorin schlug im April einen digitalen Tag vor. Vorab mussten alle beteiligten Partner in die Entscheidung eingebunden und von dem neuen Weg überzeugt werden. Ein seit fast 30 Jahren eingespieltes dezentrales Großevent wurde umgeleitet auf einen neuen Weg.

In einem Kraftakt wurde zeitgleich ein Konzept entworfen, eine Internet-Plattform entwickelt, mögliche Formate und Wege definiert, fachliche Partner gefunden und den Veranstaltern Hilfen und Ertüchtigungsmöglichkeiten angeboten. Die Heterogenität der Veranstalter erforderte unterschiedliche Ansätze: Online-Seminare, Technik-Hotline, Handreichungen, Telefonberatung. Die notwendige Verpflichtung technisch versierter Partner, die für die Idee schnell Feuer fingen, war dank der Unterstützung des Vorstandes möglich. Gleichzeitig wurden neue und zusätzliche Wege zur Information der Besucher entwickelt, um den digitalen Ort der Veranstaltung publik zu machen. Neben technischen Fragen mussten immer wieder rechtliche Vorgaben der digitalen Welt, der Bild- und Musikrechte geklärt und vermittelt werden.

Der digitale Tag des offenen Denkmals wurde von den Denkmaleigentümern, Denkmalämtern, Vereinen und Initiativen begeistert und engagiert als Chance ergriffen, die eigenen Denkmale nachhaltig und barrierefrei für neue und bisher unberücksichtigte Personengruppen zugänglich zu machen. Nicht nur vor Ort, sondern quasi weltweit – und für alle Altersgruppen. Die Möglichkeiten dieser neuen Präsentationswege beflügelten sowohl viele Veranstalter als auch das Team der DSD: Das Ergebnis wurde am 13. September unter www.tag-des-offenen-denkmals.de präsentiert. Und wird auf vielen Internetseiten von Denkmalbegeisterten hoffentlich dauerhaft Spuren hinterlassen.


Institution

Deutsche Stiftung Denkmalschutz


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