The Internet of Things (IoT) is a hot topic right now and it is evident that exhibitions in the future will depend increasingly on the novel interplay of tangible sensory perceptions of space and objects onsite and complementary information online. In the pipeline is a growing range of museum- or exhibition-related apps designed to guide visitors and thereby arouse or deepen their interest in the content on display. Interactive multimedia programs, games, and augmented reality apps are set to become standard practice. Advanced exhibition concepts already seek to combine—within the exhibition space—the range of apps available for mobile devices (such as Smartphones and Wearables) with Location Based Services (inter alia RFID, NFC, iBeacons). But what will happen when objects begin to recognize visitors and communicate directly with them? How will exhibitions look in the future? Which repercussions will the Internet of Things have for curatorial practice? And which role will visitors play in the conception and design of future exhibitions?

The panel will draw on exemplary exhibitions to discuss these and other questions and thereby explore conceptual approaches to exhibition-making in the post-digital era.

The Future of Exhibition-Making in the Post-Digital Era

5.30 p.m.   Introduction (Dr. Mirjam Wenzel)

5.40 p.m     Visitor centered exhibition design: keyfindings from the Indianapolis Museum of Art (Silvia Filippini-Fantoni)

With the aim of becoming a more visitor-centered institution, the Indianapolis Museum of Art has implemented a new team-based collaborative exhibition development process that seeks visitor input throughout various stages of development. While this approach is not uncommon in other cultural institutions, particularly children’s museums and science and history centers, it is a significant shift for art museums. This presentation will describe different ways of involving visitors in the exhibition development process. It will also provide examples of how exhibitions have changed as a result of this process and ultimately give an overview of the outcomes that we have achieved in terms of visitor satisfaction and communication of key messages.

5.55 p.m.    Immersive visitor experiences at the British Museum (Chris Michaels)

6.10 p.m.    Creating “the soul”: the new permanent exhibition at the Literaturmuseum der Moderne (Prof. Heike Gfrereis) (auf Deutsch)

The Making of the „Soul“. Die neue und in Teilen virtuelle Dauerausstellung im Literaturmuseum der Moderne

Das Literaturmuseum der Moderne zeigt die Bestände des Deutschen Literaturarchivs Marbach zum 20. und 21. Jahrhundert. Das heißt: viel Papier und viel Schrift und vieles, was nicht sichtbar ist – den heißen Kern des Schreibens und Denkens, die Energiezentren der Diskurse und die unaufhörliche Macht unseres Erfindungsdrangs. Die hier ausgesellte „Flachware“ ist so immer auch ein Drittes zwischen Körper und Geist, Material und Sinn. Sie ist die Schwelle, über die ein Gedanke gehen muss, damit er in Erscheinung tritt, und die Scheide, die aus Zeichen Sprache macht und aus Buchstaben Weltmodelle baut. Sie besitzt, so unsere These, eine Seele oder auch viele. Um diese Seele des Papiers sichtbar zu machen, haben wir die Ausstellung mehrschichtig aufgebaut und den realen Raum durch eine App (http://www.dla-marbach.de/museen/museums-app) erweitert. Diese Schichtungen im realen und im virtuellen Raum werden im Vortrag vorgestellt.

6.25 p.m.    Panel Discussion (chair: Cilly Kugelmann)

Deutsch

Die Zukunft der Praxis des Ausstellungsmachens im postdigitalen Zeitalter
Das Internet der Dinge ist in aller Munde und schon jetzt zeichnet sich ab, dass Ausstellungen in Zukunft von neuen Verbindungen zwischen sinnlicher Wahrnehmung von Raum und Objekt onsite und ergänzenden Informationen online geprägt sein werden. Das Angebot an museums- oder ausstellungsbezogenen Apps, die Besucher führen und ihr Interesse an dem Gezeigten wecken oder stärken wollen, nimmt zu. Interaktive multimediale Angebote, Games oder Augmented-Reality-Anwendungen werden immer selbstverständlicher. Avancierte Ausstellungskonzepte setzen bereits darauf, das Angebot für mobile Devices (Smartphones und Wearables) mit Location Based Services (u.a. RFID, NFC, iBeacons) in den Ausstellungsräumen zu begleiten. Was aber geschieht, wenn die Dinge den Besucher zu erkennen und mit ihm unmittelbar zu kommunizieren beginnen? Wie werden Ausstellungen in der Zukunft aussehen? Welche Konsequenz hat das Internet der Dinge für die kuratorische Praxis? Und welche Rolle wird der Besucher in der Ausstellungskonzeption spielen?

Das Panel will diese und andere Fragen anhand ausgewählter Beispiele diskutieren und konzeptionelle Ansätze des Ausstellungsmachens unter dem Vorzeichen des digitalen Wandels erörtern.