„Auf dem Schiff – wie auf einer anderen Erde“

Durch weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens waren digitale Angebote wie die Online-Ausstellung „Auf dem Schiff – wie auf einer anderen Erde“ eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten, mit der Öffentlichkeit in Kontakt zu bleiben. Trotz unserer mehrjährigen Erfahrungen stellten Launch und Bewerbung der Ausstellung Herausforderungen dar.

„Auf dem Schiff – wie auf einer anderen Erde“ ist die sechste Ausstellung im Rahmen der Online-Quellenedition „Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte“. Dieses Format dient der eingehenden Auseinandersetzung mit zentralen Aspekten der jüdischen Geschichte (Hamburgs). Anders als bei den regulären Beiträgen zur Edition, mit einer Quelle im Mittelpunkt, liegt bei den Ausstellungen der Fokus auf der Zusammenschau der Quellen. Auf diese Weise werden Querverbindungen und Zusammenhänge aufgezeigt. Zugleich spricht die attraktive Darstellung andere Nutzergruppen an.

„Auf dem Schiff“ war bereits vor Ausbruch der Covid19-Pandemie geplant und die Vorbereitungen hatten begonnen. Durch die Schließung der Forschungs- und Kultureinrichtungen sowie den weitgehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens gewann sie jedoch eine neue Bedeutung: Bietet die Online-Präsentation generell die Möglichkeit, ortsunabhängig mit Interessierten in Kontakt zu treten, war sie nun die einzige Kontaktaufnahme zu unseren VeranstaltungsbesucherInnen. Eine Herausforderung stellte dabei die anlässlich des Launchs im Mai geplante Präsenzveranstaltung dar. Die Kombination aus analogen und digitalen Angeboten hat sich in der Vergangenheit bewährt, um eine möglichst breite Rezeption zu gewährleisten. Die Antwort auf die neue Situation lag in der Nutzung des Videokonferenztools Zoom, mit allen (technischen und rechtlichen) Vor- und Nachteilen, sowie in der Erstellung eines einführenden Films, aus dem sich letztlich ein neues Institutsformat entwickelt hat, ein Podcast, mit dem auch die Ausstellung in Kürze noch einmal besprochen werden wird. Während sich die Einarbeitung in entsprechende Software als ein learning-by-doing gestaltete, konnten wir hinsichtlich der rechtlichen Problematik auf unsere langjährigen Erfahrungen zurückgreifen. Mit diesen neu eingeführten Formaten bauen wir unsere hybride Präsentationsstrategie aus und können in Zukunft flexibel auf ähnliche Herausforderungen reagieren.


Institution

Institut für die Geschichte der deutschen Juden, Hamburg



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