Museumspädagogisches Angebot für Kinder (4-8 Jahre) im flexiblen Format

Mit „Klecks und Quassel“ spielend Neues entdecken!

Das museumspädagogische Angebot wurde speziell für Kinder im Alter von 4-8 Jahren entwickelt. Das Outreach-Format ist dreiteilig aufgebaut und spricht spielerisch verschiedene Sinne (Hören, Tasten, Sehen) sowie die Feinmotorik an. Es besteht aus einer Hörgeschichte zur Ausstellung und aus Mal- sowie Bastelbögen, die sich inhaltlich darauf beziehen.

Das Angebot verbindet charmant Museumsexponate mit einer professionell vertonten Hörgeschichte. Es sorgt für zahlreiche Verankerungen der Informationen auf spielerische Art, etwa durch das Ausmalen passender Szenen oder Bastelarbeiten (Sammlungsbuch). Die Buchvorlagen des Prototyps bieten u.a. Muster zum Ausmalen und Flächen für eigene Kreationen an. Dabei sind verschiedene Schwierigkeitsgrade gegeben. Handlungsorientierte Didaktik vereint sich sinnvoll und adäquat mit dem Spiel.

Entwickelt wurde das Angebot speziell für die Nutzung in und/oder außerhalb von Museen. Die Krisenzeit führte zu einem offenen Format, dessen Materialien auch auf der Museumswebsite für alle orts- und zeitungebunden zur Verfügung stehen. Dies hat große Vorteile. Das Museum pflegt so dauerhaft Besucherbindungen und bietet einen Service an, welcher auch während ungünstiger Zeiten, wie z.B. bei notgedrungenen Schließungen oder zu regulären Schließzeiten, verfügbar ist.

Zudem wirkt der Multiplikator-Effekt zweifach:
1) Malt, hört oder bastelt ein Kind zu Hause, tut es dies oft gemeinsam mit anderen Kindern oder es zeigt den anderen z.B. das gebastelte Werk. Das Museum wird so zum Thema im Privaten. Die Chance besteht, dass ein Besuch erfolgt.

2) Jüngere Kinder langweilen sich oft. Bietet ein Museum ein inspirierendes Spiel an, entsteht ein nachhaltiger emotionaler Eindruck, der längerfristig Interesse an Museen nach sich ziehen kann. Man könne nicht früh genug damit beginnen, den Museumsgästen von morgen einprägsame Lernerfahrungen mit spielerischem Charakter anzubieten. So das Feedback aus Perspektive des Bandwebermuseums Wuppertal von Irmlind Pesch. Das zeitgemäße Angebot von Picturella erfülle genau dies. Es biete eine stringent durchdachte und erprobte Lösung für diese wichtige, aber normalerweise schwer erreichbare, Gruppe von Kindern an.

Ideal ist, dass sich das Angebot sowohl für Sonder- als auch für Dauerausstellungen eignet und kurzfristig einsetzbar ist.

Mit welchen rechtlichen Problemen waren Sie konfrontiert?

Problem: Die Nutzungslizenz, welche das Museum von Susett Heise (Picturella) erwirbt, muss einerseits die Nutzung im Museum und auf der Museumswebseite regeln. Weiterhin muss die Lizenz zusätzlich die Nutzung außerhalb des Museums umfassen.

Lösung: Die Nutzungslizenzvereinbarung zwischen Museum und S. Heise beinhaltet für die Vertragslaufzeit u.a.:

Das Museum darf:

  • die Audioaufnahme der Hörgeschichte, alle Ausmal- und Bastelvorlagen, ausschließlich auf seiner Museumswebseite öffentlich hinterlegen, damit Museumsinteressierte dort diese Materialien über das Internet ortsungebunden nutzen können;
  • Fotos von ausgemalten Ausmalvorlagen oder von erstellten Bastelarbeiten auf der Museumswebseite oder auf den Social Media Kanälen des Museums einbinden;
    (Dies setzt alle darüber hinaus notwendigen Zustimmungen, z.B. der Erziehungsberechtigten sowie des Fotografen, voraus.)
  • die Audioaufnahme der Hörgeschichte beliebig oft im Museum nutzen;
  • alle Ausmal- und Bastelvorlagen beliebig oft ausdrucken und im Museum nutzen.

Private Nutzer dürfen:

  • die Audioaufnahme der Hörgeschichte beliebig anhören;
  • alle Ausmal- und Bastelvorlagen, welche auf der Museumswebseite hinterlegt wurden, beliebig oft ausdrucken, ausmalen und zum Basteln nutzen;
  • Fotos ihrer ausgemalten Ausmalbilder oder von erstellten Bastelarbeiten auf ihrer Website oder auf ihrem Social Media Kanal einbinden. (Dies setzt alle darüber hinaus notwendigen Zustimmungen, z.B. der Erziehungsberechtigten sowie des Fotografen, voraus.)

Private Nutzer und das Museum dürfen nicht:

  • die unausgemalten und/oder ausgemalten Ausmal- und Bastelvorlagen in irgendeiner Art verkaufen oder anderweitig kommerziell nutzen;
  • die unausgemalten und/oder ausgemalten Ausmal- und Bastelvorlagen scannen und/oder grafisch verändern;
  • die unausgemalten oder ausgemalten Ausmalbilder und Bastelvorlagen in Bücher, Zeitschriften, Broschüren etc. abdrucken (oder lassen);
  • die Audioaufnahme der Hörgeschichte und/oder den Hörtext an sich verändern, kommerziell nutzen und/oder über Social Media verbreiten.

Private Nutzer dürfen nicht:

  • die Audioaufnahme der Hörgeschichte und/oder die unausgemalten Ausmal- und Bastelvorlagen ins Internet stellen oder der Öffentlichkeit auf sonstige Art elektronisch zugänglich machen.
    Dies schließt auch jegliche Social Media Kanäle ein.

Das Museum verpflichtet sich, die privaten Nutzer auf der Museumswebseite, direkt an den Nutzungspunkten, auf die Einhaltung der Nutzungslizenz hinzuweisen.
Jegliche anderweitige Nutzung erfordert stets vorab eine schriftliche Freigabe von Susett Heise.

Mit welchen technischen Problemen waren Sie konfrontiert?

Probleme: Wie vermeidet man Nutzungshürden, so dass die Materialien selbsterklärend sind und erfolgreich außerhalb des Museums gefunden und genutzt werden?

Lösungen:

  • Bedienungsanleitungen enthalten neben Kurztext stets auch eine visuelle Darstellung.
  • Bei der Angebotsgestaltung wurden allgemein übliche Formate, für Downloads und Ausspielungen, strikt eingehalten
    (Ausdrucke: A4, Schwarz-Weiß, PDF / mp3 als Hörformat).
  • Erfahrungswerte des Museums wurden erfragt. Das Angebot wurde daraufhin nochmals vereinfacht und optimiert. Danach wurden Nutzertests durchgeführt, um das Angebot weitergehend zu verfeinern.
  • Es ist auf leichte Auffindbarkeit der Materialien auf der Museumswebseite zu achten.
    Der Einsatz eines Teaser-Bildes, idealerweise auf der Homepage, ist hierfür sehr zu empfehlen.
    Das anklickbare Bild führt den Nutzer direkt über eine Verlinkung zu den Inhalten, so dass er nicht suchen muss.
  • Die Museumsbesucher sollten beim Besuch aktiv darauf hingewiesen werden, dass man das Angebot auch jederzeit kostenfrei über die Museumswebseite nutzen kann.

Weitere Herausforderungen:

Wie vermeidet man, dass die Kinder mit kritischen Arbeitsmitteln umgehen müssen, wie z.B. Kleber und Scheren? Wie schafft man ein umweltfreundliches Angebot, welches z.B. Müll vermeidet?

Lösungen: Die Idee ein Puzzle oder ähnliches als Bastelformat zu nutzen wurde verworfen, da Kinder möglicherweise das Endergebnis aufkleben möchten. Zudem wäre die Betreuungsintensität wesentlich höher als bei dem nun entwickelten Musterbuch, das auch sehr schön für die Sammlung der Webmuster steht.

Unnötiger Müll wird vermieden, da lediglich die benötigten Vorlagen 1:1 ausgedruckt werden.
Farbige Vorlagendrucke sind bewusst nicht vorgesehen.
Die Verwendung umweltfreundlicher Papiere wird empfohlen.


Institution

Konzept und Umsetzung: Susett Heise (Veröffentlicht unter der Marke „Picturella“)

Erste Museumsanwendung in Kooperation mit dem Bandwebermuseum Wuppertal – die Adaption für andere Ausstellungen ist Teil des Konzeptes und somit über S. Heise möglich.



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