Art of

Kunst digital zugänglich machen und damit neue Zielgruppen erreichen – nicht nur auf dem Antragspapier, sondern auch in der Praxis. Offen, anders und kreativ bietet die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe hierfür drei unterschiedliche Zugänge für das junge, aber nicht zwangsläufig museumsaffine Publikum.

Offen – anders – kreativ: Das war der Ansatz des Vorhabens für das Projekt „Digitale Wege ins Museum II“, das das Ministerium für Forschung, Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg Ende 2018 der Kunsthalle Karlsruhe bewilligte. Um die anvisierte Zielgruppe tatsächlich mit dem Angebot erreichen zu können, wurde diese schon vor Antragsstellung in Form von Fokusgruppenbefragungen mit einbezogen. In Kombination mit Workshops – u.a. mit der Expertin für digitale Vermittlung Anke von Heyl – entstand die Vision eines digitalen Raumes, der sich in unterschiedliche Bereiche gliedert. Je nach eigenen Vorlieben und Interessen sollte sich die Zielgruppe – frei von zu didaktischen Zwängen – angesprochen fühlen und sich auf ungewöhnliche Weise mit Themen der Kunst und Kunstwerken auseinander setzen können:

Mit Art of Wasting Time werden mit humorvollen Persönlichkeitstests, die auf Details von Kunstwerken basieren, eigene Moodboards erstellt.
Art of Chit-Chatting erzählt unterhaltsame Anekdoten über die Werke der Sammlung, das Museum und den Alltag der Mitarbeiter*innen.
Art of Creating Stuff hingegen ermöglicht einen kreativen Umgang mit der Kunst. Die Basis für diese Anwendung ist die 2018 gefällte Entscheidung der Kunsthalle, alle urheberrechtsfreien Werkabbildungen auch gemeinfrei zur Verfügung zu stellen.

Technische Herausforderungen lagen vor allem in dem Ziel, eine zeitgemäße und den Erwartungen der Zielgruppe entsprechende mobile-first-Anwendung umzusetzen, die auch langfristig durch eigene Ressourcen gepflegt werden kann. Dies war möglich, da die Förderung explizit eine experimentelle Herangehensweise begrüßte. Neben anderen digitalen Angeboten der Kunsthalle Karlsruhe, die in der Zeit der Covid-19-Pandemie ausgebaut wurden, konnte auch das Digitalangebot Art of in dieser Zeit schrittweise online verfügbar gemacht werden. Resonanzen nach dem Livegang zeigen, dass die Umstände der Pandemie das langfristige und langanhaltende Interesse an Art of zusätzlich verstärkt haben.


Institution

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe



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